Ballonfestival in Leon (Mexico)


Fliegende Cola-Flasche über Mexiko
Seit ein paar Tagen ist das Ballonteam Schneider aus Mexiko zurück. In León haben sie mit einem Ballon in Form einer 49 Meter hohen Coca-Cola-Flasche an einem der weltweit größten Ballonfestivals teilgenommen. Wenn Achim Schneider von dem internationalen Ballonfestival (FIG) spricht, fällt immer wieder das Wort "ergreifend".

In den zwölf Jahren, die Schneider bereits zum FIG fährt, ist noch kein Funke Begeisterung in ihm erloschen. Das Festival in León sei etwas Besonderes, weil man dort stets in strahlend blauen Himmel aufsteige.

Special-Shape-Ballon
Er und seine Partnerin Birgit Waterkamp fahren einen Special-Shape-Ballon. So nennt man die Luftfahrzeuge wenn sie nicht die klassische Birnenform haben. Die 49 Meter hohe Colaflasche, die das Südlohner Ballonteam operiert, wird von der Firma Coca Cola gesponsort. Deswegen entstehen Schneider und Waterkamp durch die Festival-Teilnahme keine Kosten. Die beiden operieren für die Firma drei riesige Ballone in Flaschenform - als einzige Ballonfahrer weltweit.

Kein Wunder also, dass die Colaflasche einen "Wow-Effekt" bei den Festivalbesuchern erzeugt, wie Waterkamp sagt: Applaus bei Start und Landung. Und nach der Landung haben unzählige Personen Fotos gemacht, viele seien dafür in den Korb geklettert.

 



Colaflasche als Ballon
Publikum hatten das Ballonteam und die Colaflasche genug. Laut Schneider haben etwa eine Million Menschen das FIG in diesem Jahr besucht. Dass sie früh aufstehen mussten, um die Cola-Flasche und rund 200 weitere Ballone aufsteigen zu sehen, minderte den Andrang auf Start- und Landefeldern nicht.

Faszination
Gegen 7.30 Uhr sind die Ballone gestartet. Urlaub war der Aufenthalt in Léon für Schneider und Waterkamp daher nicht. Vier Tage in Folge sind sie morgens um 4 Uhr aufgestanden, fuhren eine Stunde später mit allen anderen Ballonteams im Bus vom Hotel zum Festivalgelände. Es folgten Piloten-Briefing, Zusammentreffen der Crews - jedes Team wurde ergänzt durch fünf Einheimische, darunter ein Dolmetscher - und Vorbereitung der Ballone.

Die Ballonfahrten selbst dauerten nur eine Stunde - eine für Schneider faszinierende Stunde: "Wenn man einmal in die Luft gegangen ist mit dem Ballon, dann will man das immer wieder." Er schwärmt vom Freischweben und von der Weite.

Vorbei war das Erlebnis FIG mit den Landungen längst nicht. Noch an der Landestelle folgten täglich die Landefeste mit Taufen und Adelungen der Crewmitglieder, die die Firma Coca Cola stellte. Dann kamen alle Ballonteams zum Brunch zusammen, konnten Kontakte pflegen, die sie in den Jahren auf dem FIG geknüpft hatten.

Ballonglühen
Das alles war schön. Aber ein Höhepunkt waren für Schneider die abendlichen Ballonglühen, die er selbst organisiert und koordiniert hat. Wenn es dunkel war, befeuerten rund 50 Ballonfahrer ihre Luftfahrzeuge zu Musik, die der Südlohner ausgesucht hatte. Die Ballone leuchteten im Takt der Stücke. Und da passt es wieder, das Wort, mit dem Schneider so vieles beschreibt: "ergreifend".









-Mit Dank an die Münsterland Zeitung-